Biblische Lektionen für die Kaje

Ein Etappenziel ist erreicht

Die Missionare Christopher & Lilli Meyer, Taylor & Abby Goheen und Jon & Jen Myers leben unter den Kaje in Papua-Neuguinea. Sie befinden sich kurz davor, den Kaje zum ersten Mal das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden.

Taylor sagte: „In Zeiten wie diesen machen wir uns neu bewusst, welch ein großes Vorrecht es ist, die Botschaft des Sohnes Gottes zu einer Volksgruppe zu bringen. Wir haben in unserer Arbeit die ersten größeren Hürden überwunden und können‘s kaum abwarten, was als Nächstes kommt. Den Menschen im Dorf haben wir bereits mitgeteilt, dass wir ihnen dieses Jahr erzählen wollen, was in Gottes Wort steht. Welche Hürden wir bisher überwunden haben? In der Kaje-Sprache können wir uns jetzt verständigen und haben damit angefangen, die Lektionen zu schreiben, die die Hauptaussagen der Bibel erklären und die unsere Unterrichtsgrundlage sein werden. Wir wünschen uns sehr, dass wir Gottes Wort klar und verständlich lehren können. Dazu brauchen wir die Hilfe der Leute hier.“

Die benötigte Hilfe ist da

„Wir suchten nach einheimischen Helfern, die ehrliches Interesse an Gott und der Bibel bekundet haben. Denn durch ihre Hilfe beim Vorbereiten für den Bibelunterricht hören sie ja schon Gottes Botschaft vor den anderen im Dorf“, fuhr Taylor fort. 

Jon fügte hinzu: „Ich möchte hier Mbinge, Jepun und Nggomo vorstellen. Diese drei Einheimischen wurden von Taylor und mir systematisch in der Bibel unterrichtet. Nun arbeiten sie mit uns daran, die Bibellektionen Wort für Wort in ihrer eigenen Sprache aufzuschreiben. Das bedeutet, dass sie oft über acht Stunden mit uns im Büro verbringen! Wenn diese Bibellektionen abgeschlossen sind, werden sie die Heilsgeschichte darstellen, die wir später im Jahr an das ganze Dorf weitergeben werden. Inhaltlich geht es von der Schöpfung bis zu Christus.“ 

Erste Reaktionen der Kaje

Gibt es bei den drei Männern schon irgendwelche Reaktionen auf die Lektionen? Hat das Wort Gottes sie schon angesprochen? Jon bejahte und gibt uns hier ein paar Dialoge mit den Männern wieder:

Jepun sagte, nachdem sie die Geschichte von Kain und Abel durchgesprochen haben: „Taylor, ich bin in großen Schwierigkeiten. Wie werde ich meine Sünde los?“

Jon fragte: „Nggomo, wenn wir es genauso über Kain schreiben, wird es dem Dorf zu hart erscheinen, wenn sie es hören?“ Nggomo: „Nein, Jon. Du musst wissen, dass unsere Köpfe dick sind. Du musst es so schreiben, damit es ihre dicken Köpfe aufspaltet. Und dann werden sie so sagen: Wahr, wahr, wir sind Mörder genau wie Kain. Wir sind in großen Schwierigkeiten.“