Not wrong – just different

 In England, Nachrichten

„Das ist nicht falsch, sondern nur anders

 

Wir halfen für ein Jahr in England am North Cotes College (europäische Bibel- und Missionsschule von Ethnos360) in der Küche. Gott hatte es uns schon als Jugendliche aufs Herz gelegt, in der Mission mitzuarbeiten. Als vierköpfige Familie machten wir jetzt einen Kurzzeiteinsatz in England bei NTM UK. Als wir uns bei Ethnos360 bewarben, hatten wir Bedenken, ob unsere Englischkenntnisse ausreichen, ob unsere Kinder dort gut ankommen und wie wir uns als Familie einleben würden.

 

Wie habt ihr als Familie Gott erlebt?

Wir durften erleben, wie Gott uns versorgt und sich um uns kümmert. Man könnte es mit den Worten Hagars überschreiben: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Bei Schwierigkeiten schaffte Gott immer Auswege. Unsere Sorgen vor Beginn des Einsatzes waren unbegründet. Mit der Zeit wurden wir im Englischen immer sicherer. Unsere Kinder lebten sich wunderbar ein und waren dort sehr glücklich. Es sind Freundschaften entstanden, die wir immer noch sehr schätzen.

 

Was habt ihr in dieser Zeit gelernt?

Dass vieles, was wir tun oder als christliche Gewohnheiten verstehen, oft nur kulturell geprägt ist. Auf dem Campus pflegte man zu sagen: „It´s not wrong, it´s just different.“

Und wir lernten, was es heißt, Freiheit in Christus zu haben. Uns ist neu aufgegangen, dass wir zu unserer Errettung nichts hinzutun können. Unsere Bemühungen müssen kein Ausgleich für Christi Leiden sein. Es sind vielmehr Taten der Liebe, denn zu unserer Rettung können wir nichts beitragen.

 

Was war das Besondere an eurem Einsatz?

Als Familie auf einem Campus zu leben. Man lebt enger zusammen, sodass man sich sehr schnell und recht gut kennenlernt.

Durch regelmäßige Besuche von Missionaren durften wir einen tieferen Einblick in die weltweite Missionsarbeit bekommen. Außerdem war es eindrücklich zu sehen, wie viel mehr Mitarbeiter es braucht, als die, die auf dem Missionsfeld sind.

 

Was möchtet ihr Menschen mit Interesse an einem Kurzzeiteinsatz mitteilen?

Macht es! Es ist ein großer Segen für die Menschen vor Ort und ein noch größerer für dich selbst. Wir würden behaupten, dass man Gott noch besser kennenlernt, was auch für die Beziehung zu ihm hilfreich ist. Allerdings wird man auch Opfer bringen müssen. Darauf sollte man sich im Vorfeld einstellen. Es können Hindernisse und Probleme auftauchen, die man nicht erwartet hat – aber in all dem darf man Gott erleben!

 

Philipp und Genoveva Penner

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