Der ehemalige Medizinmann

Glaubenskonflikt

La-e-nis und seine Frau Wiwita-i sind ein gläubiges Ehepaar, das zu der Volksgruppe der Manjúi in Paraguay gehört. Wiwita-i wurde vor zwei Jahren sehr krank und war während eines ganzen Vormittags bewusstlos. Als sie wieder zu sich kam, rief sie nach einem Medizinmann, damit er käme und mit seinen Zaubersprüchen ihre Schmerzen lindere.

Chaos der Gefühle

Dabei richteten sich ihre Augen langsam auf ihren Mann. La-e-nis war früher der Hauptmedizinmann gewesen. Seine kranke Frau befand sich im Delirium. Würde er diesem Druck erliegen oder könnte er ihre Bitte ablehnen? Würde er etwa wieder wütend und frustriert werden wie früher?

Leise stand er von der Seite seiner Frau auf, ging in seine kleine Hütte und kam mit seiner Bibel zurück. Dann setzte er sich wieder zu seiner Frau, nahm ihre Hand und legte sie auf seine Bibel.

Ein veränderter Manjúi

Als er Wiwita-is Hand auf seiner Bibel hielt, erinnerte er sie an ihren Glauben und wohin sie ginge, wenn Gottes Auftrag für sie auf dieser Erde vollendet sei. Und er sagte ihr, dass er sie liebte. Aber die Zauberei könnte er nicht mehr an ihr praktizieren, denn den Geist, den er dafür benötigte, besaß er nicht mehr. 

Er sah die anderen Dorfbewohner an, die inzwischen dazugekommen waren. Dann erklärte er ihnen, dass er nicht mehr Satan gehörte, sondern ein Gotteskind sei, da vor langer Zeit die Wahrheit zu ihnen kam und er die gute Nachricht von Jesus Christus gehört und ihr geglaubt hatte. 

Bitte bete für die Gläubigen der Manjúi-Gemeinde in Paraguay, dass sie sich auch in schweren kulturellen und spirituellen Herausforderungen allein auf Gottes Gnade verlassen. Denn, wie dieses Beispiel zeigt, wird ihr Glaube an Jesus Christus angefochten.

Übrigens hat Wiwita-i sich inzwischen wieder erholt.

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