Grußworte und Dialekte

Philip & Natalie, Steve & Gerdine und Rhett & Stacie bilden das Team, das mit ihren Kindern in einem Dorf der Kovol in Papua-Neuguinea leben. Sie alle stehen am Anfang, Kovol zu lernen, und haben schon viel Zeit im Dorf mit den Leuten verbracht, sodass sie sich die täglichen Begrüßungen (und die Dialektunterschiede) inzwischen merken konnten.

Obwohl sie sich beim Hausbau und Einleben nicht völlig der Sprache widmen konnten, war dennoch das Knüpfen von Beziehungen ein wichtiges Ziel für sie. Aber gerade in der Begegnung lernt man ja auch die gebräuchlichen Redewendungen und Formulierungen auf ganz natürliche Weise. Die täglichen Begrüßungen ermöglichen ein wiederholtes Praktizieren der Aussprache und müssen einfach auswendiggelernt werden. Die Neuankömmlinge achten aber auch darauf, dass sie möglichst auch verstehen, was sie sagen, denn das Lernen geschieht nicht dadurch, dass sie das Gehörte unverstanden wiederholen.
Neben den gängigen Grußworten gibt es auch jene alltäglichen Redewendungen, die ebenfalls gut auswendiggelernt und verwendet werden können, auch wenn den Missionaren die Grammatik dahinter und auch einzelne Wörter darin noch schleierhaft sind (übliche Ausdrücke und Begrüßungen können ohnehin unregelmäßig sein). Immerhin aber bieten diese Aussprüche ihnen Vokabeln, die sie in ihren alltäglichen Begegnungen verwenden können.

Wie begrüßt man sich also auf Kovol?
Hier ein kleines Beispiel, das allerdings nicht ganz wörtlich genommen werden sollte, denn die Missionare müssen noch viel lernen:

die beiden Dialekte:      Sanapim-Dialekt                 Slipim-Dialekt
Guten Morgen              – samog bilee                        – sibone bele
Guten Tag                     – kwaningem bilee               – kwaningem bele
Guten Nachmittag      – uligong limong bileeu       – ligong limong bele
Gute Nacht                   – inam bile                             – isan bele

Schon bei der Begrüßung stellte das Team fest, dass es zwei Kovol-Hauptdialekte gibt und möglicherweise noch einen dritten, was sich noch herausstellen muss. Das Wort bilee bzw. bele ist das Wort für gut/einverstanden/Friede. Das Wort kwaning ist das Wort für Sonne, zumindest soweit die Missionare es derzeit verstehen. Sie freuen sich, etwas sagen zu können, wenn sie jemanden im Dorf treffen.
Wahrscheinlich werden sie lernen müssen, den Sanapim-Dialekt zu sprechen, den Dialekt des Dorfes, in dem sie leben, und die Unterschiede zum anderen Dialekt in ihren Wörterbüchern aufzuschreiben und so für später festzuhalten.Es sieht nicht so aus, als gäbe es einen einleuchtenden Grund dafür, warum ein Dialekt dem anderen vorgezogen werden sollte. Natürlich sagt ihnen jeder, dass sie gerade seinen Dialekt lernen sollten. Es ist erstaunlich, dass eine Sprache mit 1000 indigenen Sprechern in nur sieben Dörfern eine solche Vielfalt haben kann!

Bete gerne für das Team, das sich darauf konzentriert, diese Sprache richtig zu erlernen, um gut und verständlich mit den Kovol kommunizieren zu können! Vielen Dank.

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